Am
Montag den 22. März 2004 musste Skroggur frá Sydra-Skördugil mit 28
Jahren eingeschläfert werden.
Nachdem
verschiedene Tierärzte versucht hatten ihm zu helfen und keine Besserung
zu erzielen war, gab es leider keinen anderen Ausweg, als ihn von seinem
Leiden zu erlösen. Skroggur hatte im Bereich der Ganaschen und am Hals im
Innerern Geschwülste (ob Krebs oder nicht, wurde nicht geklärt, war auch
für die Entscheidung unerheblich), die die Luftröhre und die
Speiseröhre so stark einengten, dass die Aufnahme von Futter und Wasser
fast unmöglich war und die Luftzufuhr stark einschränkt wurde.
Wer von Euch
erinnert sich an den schönen, starken, ausdrucksvollen Skroggur, der im
Trab mit sehr schönen Bewegungen oder im Tölt rasant um die Ovalbahn
oder durch den Wald „stapfte“? Sicher viele!
Familie Römer hat
sich z.B. von ihm mit dem „Islandpferdevirus“ anstecken lassen. Denn
mit seinem Reiter Achim Lüftner (später mit seiner Tochter Anika) hat
Skroggi an vielen Veranstaltungen teilgenommen. Er hat das
Turniergeschehen in NRW/ Lippe einige Jahre mitgestaltet und im Tölt 1.3.
und Viergang 2.2. viele Siege errungen. Seine gute Qualität als Gangpferd
war eine seiner guten Seiten, seine Persönlichkeit eine andere. Er war
stark, zuverlässig, sehr sensibel, etwas introvertiert, aber sehr
freundlich. Ein „vornehmer Herr“ aus den Bergen Islands.
Eine Geschichte
fällt mir gerade ein: Skroggur und Achim besuchten uns auf unserem Hof in
Lemgo-Leese. Während der Pause stand Skroggi angebunden. Irgendwie machte
er sich los und weg war er. Wir suchten ihn mit Pferden, Autos und zu Fuß
überall. Ich fand ihn, als er die Bavenhauserstr. Vorschriftsmäßig
rechts entlangtrabte und vorschriftsmäßig links in die Hofeinfahrt
einbog. Er war geradewegs den bekannten Weg nach Hause gelaufen.
Vielleicht hat der
eine oder die andere auch Erinnerungen an Skroggur frá Sydra-Skördugil
und möchte davon erzählen.
Wir werden Ihn
nicht vergessen!!!
Familie
Tiemann-Klein